Griechenland 1956 Überschrift

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Donnerstag, 06.09.1956 (9488 - 9526 = 58 km), Seefahrt Dubrovnik - Rijeka

Nachts liefen wir Korcula an. Es lag wie eine Märchenstadt in der Dunkelheit. Kein Licht war zu sehen und die Insel mit der gleichnamigen Stadt tauchte nur schemenhaft aus dem Dunkel. Nach kurzem Aufenthalt ging die Fahrt weiter.
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Wir hatten uns inzwischen ganz an die Spitze des Schiffes verzogen, wo durch einen hohen Bug etwas Windschatten war. Hier habe ich noch einige Zeit geschlafen. Sehr schön ging die Sonne am frühen Morgen über den Bergen auf und etwa 7 Uhr liefen wir Split an, wo wir einen Aufenthalt von 1 1/4 Stunde hatten.
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Über Sibenik, Zadar und Biograd ging es nach Rijeka. Das Wasser lag teilweise weit vor uns, meist waren aber die Inseln im Blickfeld, die in ungeheurer Zahl der Küste vorgelagert sind. Die Berge lagen im Dunst auf der rechten Seite. Sie behGR262ielten eigentlich während der ganzen Fahrt, sofern sie sichtbar waren, das gleiche graue, karstige Aussehen. Ab Sibenik verließ uns die Sonne allmählich, und je weiter wir nach Norden kamen, desto stärker bewölkte es sich.
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In Höhe der Insel Rab kam die Sonne aber wieder hervor und wir hatten einen schönen Sonnenuntergang. Nach einiger Zeit konnten wir in der Ferne das erleuchtete Rijeka und im Norden Opatija erkennen.

Etwa 21 Uhr kamen in völliger Dunkelheit in Rijeka an. Von eigenartigen Frauen wurden uns hier Unterkünfte angeboten, wir haben uns aber natürlich nicht darum gekümmert. Wir haben uns gleich auf den Weg gemacht und sind über Opatija hinaus bis nach Medveja gefahren, wo wir auf einem Campingplatz zu bleiben gedachten.

Wolfgang wollte aber kein Geld mehr ausgeben, und als ich mich dann auch entschloss, wild zu zelten, dachte er, es wäre seinetwegen und wollte nun absolut hierbleiben. So haben wir uns etwas entzweit, und ich bin dann nach fruchtloser Unterhaltung einige Kilometer weitergefahren und habe seitwärts der Straße ein schönes Wiesenstück gefunden, wo ich das Zelt aufbauen konnte. Wie ich vom Hang aus sehen konnte, kam Wolfgang auch bald, aber er fuhr vorüber, weil ich ihm kein Zeichen geben konnte. Um 1 Uhr habe ich mich zum Schlafen hingelegt.

 

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