Griechenland 1956 Überschrift

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Freitag, 10.08.1956 (6565 - 6778 = 213 km) Olympia - Mystras

Um 6.50 Uhr sind wir aufgestanden. Wir müssen sehr müde gewesen sein, weil wir nicht eher aufgewacht sind. Nach dem Essen und Sachen packen ging es ca. 8 Uhr los.

Die Straße war nicht asphaltiert und führte uns zunächst im Alfeios-Tal aufwärts. Dann bog die Straße ab, führte über zwei Nebenflüsse und weiter nach Osten. Zuerst waren die Berge noch bewaldet wie in Olympia, und wir fuhren bisweilen im Schatten der Bäume. Zu der idyllischen Landschaft kam heute noch ein kühler Wind, so dass es gut auszuhalten war.
GR132
In Windungen ging es an den Bergen entlang und schließlich langsam‚aber stetig aufwärts. Allmählich wurden die Berge wieder kahler und boten schließlich das schon gewohnte Bild: runde Kuppen, niedrige Büsche. Die Kakteen, die im Alfeios-Tal üppig wuchsen, verschwanden auch bald. Mit der Steigung wurde es allmählich kühler.

In etwa 1500 m, der höchsten Stelle der Straße, herrschte recht angenehme Temperatur. Es waren auch hier schon wieder häufig Bäume zu finden. Ich glaube bald, dass in Griechenland ursprünglich auch Wald war, der dann späterGR133 abgeholzt und nicht wieder aufgeforstet wurde. Man findet nämlich in allen Höhenlagen Bäume, sie gedeihen hier also.

An den Hängen der Berge lagen.die Dörfer mit wunderschönem Blick auf die Gegend. Die Straße führte bei der Auffahrt lange Zeit hoch am Berge entlang, und rechts fiel der Hang steil in ein tiefes Tal ab. Über eine Hochebene, die sich wieder leicht abwärts neigte, fuhren wir bis Vytina und von dort aus weiter abwärts bis Tripolis.

Rechts und links lagen die hohen, aber kahlen Berge. Die Straße war teilweise asphaltiert, teilweise nicht mehr, sie war aber nach jugoslawischem Maßstab noch durchaus als gut zu bezeichnen.
GR134
Tripolis liegt in einer weiten Ebene, durch die wir dann auch in Richtung Sparta weiterführen. Auf diesem Wege kamen wir am Taka-See vorüber, der zur Hälfte von Bergen umsäumt am Rande der Ebene lag.

Dann ging es wieder aufwärts und abwärts über Anhöhen hinweg und um Anhöhen herum. Rechts und links lagen in der Ferne wieder höhere Berge. Die Berge wurden allmählich felsiger und waren mit niedrigen, stacheligen Büschen bestanden. In dieser Gegend sahen wir häufig sehr gut gepflegte Maultierherden. Sie werden hier anscheinend gezüchtet. GR135

Die Hügel und Berge, über die wir fuhren, lagen zwischen Taigetos und Parnon‚ zwei hohen Gebirgszügen, und schlossen das Eurotas-Tal nach Norden gegen die Ebene von Tripolis ab.

Von den Bergen hatte man kurz vor Sparta einen schönen Blick auf die Stadt und das ganze Eurotas-Tal mit dem gewaltig dahinter aufsteigenden Taigetos-Gebirge. Wir fuhren dann in die Ebene hinunter und nach Sparta hinein. Da von dem alten Sparta nichts mehr erhalten war, haben wir nur unsere Post abgeholt, für mich war eine Karte von Mutti da, und sind dann weiter nach Mystras gefahren. Dieses Dorf liegt westlich von Sparta direkt am Taigetos. GR137

Dort haben wir Wasser getankt und sind dann bis zum alten Mystras weitergefahren, das am Hang eines ca. 650m hohen Berges liegt. Wir hofften dort einen Zeltplatz zu finden, es war aber nichts geeignetes zu entdecken. Wir mussten deshalb wieder zurückfahren und haben uns in einer Olivenplantage niedergelassen. Nach dem Kochen und Essen haben wir uns 22.50 Uhr in die Zelte zurückgezogen.

 

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